Wohnungseigentumsrecht

Wohnungseigentumrecht



Wohnen im Eigentum…


Das Wohnungseigentumsrecht umfasst alle Regelungen über das Eigentum am formal geteilten Grundstück. Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) enthält abschließende Regelungen zur Begründung von Wohneigentum, zur Gemeinschaft der Wohnungseigentümer, zur Verwaltung und zum Wohnungserbbaurecht sowie  zum Dauerwohnrecht. Hinzu kommen Verfahrensvorschriften, die neben der gerichtlichen Zuständigkeit auch Klage- und Kostenerstattungsmöglichkeiten regeln. In § 1 WEG werden zunächst relevante Begriffe bestimmt. Danach ist Wohnungseigentum das Sondereigentum an einer Wohnung, verbunden mit dem Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum, zu dem das Wohnungseigentum gehört. Wichtiger Bestandteil des Wohnungseigentumsrechts sind die Regelungen bezüglich des Miteigentums am Gemeinschaftseigentum des Rechts auf Mitgliedschaft in der Wohnungseigentümergemeinschaft.


Eine nicht nachlassende Flut von Neuregelungen des Gesetzes- und Verordnungsgebers stellt Wohnungseigentümer und Verwalter vor ständig neue Herausforderungen. Hinzu kommt die rege Tätigkeit der Rechtsprechung, welche etliche Streitfragen offen gelassen oder so beantwortet hat, wie die Praxis sich dies nicht erhoffte. Von besonderer Bedeutung ist der Wandel, dem das Berufsbild des Verwalters von Wohnungseigentum unterliegt. Abgesehen von strukturellen Änderungen, welche auch die neuen Regelung zu Berufszulassung und Fortbildung der Verwalter eingetreten sind, befindet sich die Verwalterbranche aufgrund von Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Dienstleistungsgesellschaft im Umbruch.


Rechtserhebliche Entscheidungen in Bezug auf die Verwaltung des Wohnungseigentums treffen jedoch in erster Linie nur die Eigentümer im Rahmen der Eigentümerversammlung. Regelungen zur Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung enthält das WEG. Im Rahmen der Versammlung werden alle wichtigen Entscheidungen in Bezug auf das Eigentum, etwa hinsichtlich Instandhaltung und Instandsetzung, Hausordnung, Gebrauchsregelung oder Entscheidungen über bauliche Veränderungen getroffen. Außerdem wird der jährliche Wirtschaftsplan für das gemeinsame Wohneigentum erstellt, aus welchem alle voraussichtlich anfallenden Kosten für das folgende Jahr hervorgehen. Aus dem Wirtschaftsplan ergibt sich die monatliche Summe, die jeder Eigentümer abtreten muss, damit die Bewirtschaftung des Eigentums gewährleistet werden kann. Darüber hinaus werden im Zuge einer Jahresabrechnung alle tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben für das zurückliegende Jahr einander gegenübergestellt. Das Wohnungseigentumsrecht regelt ferner auch, dass der Verwalter des gemeinsamen Wohneigentums alle Eigentümer mindestens zwei Wochen vor der Eigentümerversammlung schriftlich einladen muss.


Bei den komplexen Fragen sind wir Ihnen dabei gerne behilflich. Am besten nehmen Sie gleich Kontakt zu uns auf.